Paul Schwer

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Male
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Awards
Promotion2009 - 2009Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, BonnStiftung KunstfondsBonn
Artist in residence2005 - 2006Artist in Residence, Degussa-Shanghai / ChinaDegussa-Shanghai / China


Exhibitions
Solo exhibition2016Shining Shelter NeussClemens Sels MuseumNeuss, Germany
Solo exhibition2016The PassengerPi Artworks IstanbulIstanbul, Turkey
Group exhibition2016Lasst Blumen SprechenMuseum Schloss MoylandBedburg-Hau, Germany
Group exhibition2016Deck Voyage [curated by Necmi Sönmez]Borusan ContemporaryIstanbul, Turkey
Solo exhibition2015The Shape Of Things To ComePi Artworks LondonLondon, UK
Solo exhibition2015Licht auf WaldbodenStädtische Galerie Schloss BorbeckEssen, Germany
Solo exhibition2015Paul SchwerMuseum BiedermannDonaueschingen, Germany
Group exhibition2015Die Kraft Der IdeeKunstmuseum CelleCelle, Germany
Group exhibition2015Form FolgtKunstraum Alexander BürkleFreiburg, Germany
Group exhibition20152015 CollagenArp Museum Bahnhof RolandseckRemagen, Germany
Group exhibition2015Wir können auch anders!Museum gegenstandsfreier KunstOtterndorf, Germany
Solo exhibition2014Paul SchwerForum KunstRottweil, Germany
Group exhibition2014Unexpected Juxtapositions – Magnetic FieldsBorusan ContemporaryIstanbul, Turkey
Solo exhibition2013Spot on #6 – The Istanbul Diary: Tour-RetourBorusan ContemporaryIstanbul, Turkey
Solo exhibition2013HomeIKOB - Museum for Contemporary ArtEupen, Belgium
Solo exhibition2013Travellin’ LightKunstverein RuhrEssen, Germany


Research & teaching
Lectureship/Lecturer2007 - 2011OrientierungsbereichKunstakademie Münster
professorship2011 - 2012MalereiKunstakademie Münster


2005 - 2006
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Places of work / studios

Shanghai, China
Artist in Residence, Degussa-Shanghai / China

2005 - 2006
1995
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Fundings and grants

Paris, Frankreich
Cité international des Arts, Paris
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1995
1981 - 1988
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Education

Düsseldorf, Germany
Studierte an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler unter Erwin Heerich
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1981 - 1988
- 1951
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Born

Schonach im Schwarzwald, Germany
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- 1951

Johann Hartle: Keine Schönheit ohne Gefahr– Zu den Raumpathologien Paul Schwers 

.... Diese Überschreitungsgeste lässt sich wiederum nach zwei Seiten hin deuten: als Chiffre politischer und psychischer Krisen. In den Arbeiten von Paul Schwer (wie auch im Bandnamen der Einstürzenden Neubauten) vereinigen sich beide Gesten in einer Raumsymbolik, bei der die Arbeit am räumlichen und architektonischen Gefüge für politische Ausdruckspotentiale als auch die Aneignung des eigenen Körpers einsteht. Diese beiden Dynamiken haben wiederum eng mit der Besonderheit der Installation zu tun, die ein zentrales Thema in der Arbeit Paul Schwers ist. Vor allem präsentieren sich diese Reflexionen aber als kritische Diskussion eines Konzepts von künstlerischer Autorschaft, indem sich romantische Mythologie und Psychopathologie überlagern. Beginnen wir mit diesen medienreflexiven ‹berlegungen zum Hybridmedium der Installation. Installationen können aus prinzipiell allem bestehen, sie durchkreuzen die jeweils medienspezifischen Traditionen und führen Materialien, Verfahrensweisen und Kontexte zusammen, indem sie einen Raum in den jeweiligen Ausstellungsraum hineinstellen. Man hat auf die Theatralität installativer Verfahren hingewiesen, die sich – bei gleichzeitiger relativer Aufhebung der Trennung von Zuschauerraum und Bühne – ihren jeweils eigenen Raumkontext schaffen. Installationen konstruieren eine Welt in den Raum, deren Konstruiertheit aber auch sichtbar bleibt: In das Bett, das Paul Schwer zum Teil seiner Installation im Beethoven-Hotel in Bonn gemacht hat ( "wall- painting", Hotel Beethoven,Installation, Leuchtsstoffröhren, Dachlatten, Acryl, Bett, 2009/2010), legt man sich nicht mehr hinein, weil es eben Teil einer Installation ist (und damit eines zweiten Bedeutungsraumes im Raum) – ganz unabhängig von der Tatsache, dass dieser Raum durch aggressive meteoritenhafte Einsprengsel aus Latten, Lichtröhren und Kabeln gestört ist. Die Metaphorik des Gerüsts ist für diesen sichtbar konstruktiven Charakter von Installationen sprichwörtlich. Sie sind tatsächlich eines der Hauptmerkmale der installativen Kunst von Paul Schwer. Lattenraster, Baugerüste und Wandskelette sind sein bevorzugtes Material und Sujet. Gerüste, Gestelle und Skelette sind Konstruktionsmittel, die in ihrem vorläufigen und abstrakten Charakter sichtbar werden. Sie haben provisorischen oder Modellcharakter, sie sind noch fragil und sind unverkleidet. Heideggers hat mit dem Begriff des „Ge-stells“ (mit dem die Etymologie der ‚Gestalt’ heraufbeschworen wird und ein Wesenszug künstlerischer Gestaltungsprozesse angedeutet sein soll) eben diesen Zusammenhang angedeutet: die Vorläufigkeit und Durchsichtigkeit von ästhetischen Welten. Interessanterweise ist der Begriff des Gestells als installation ins Französische übersetzt worden. Paul Schwers Bauteile sind aber keine konstruktivistischen Weltbestandteile eines noch ausstehenden Projekts, das sich perspektivisch in einen narrativen Gesamtzusammenhang einbetten ließe (Lissitzkys konstruktivistische Lenin-Tribüne ist ein Gerüst, das sich wohl weitgehend als solcher Vorgriff verstehen lässt). Sie greifen nicht auf eine positive Ordnung vor, sondern sind entweder beschädigt, unterbrochen oder im Abbau begriffen. Sie sind (wie vielleicht Gestelle und Gerüste überhaupt) modellhaft, unvollständig und ostentativ klapprig. Die Konstruktionen aus Kabeln, Leuchtröhren und fragil aneinander geschraubten Latten tragen sich gerade so selbst und wackeln gleichsam unter ihrem eigenen Gewicht – eine existenzielle Metapher. 

http://www.paulschwer.de/text_hartle.php

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Orion photo Orion 2008 Paul Schwer 
Wallpainting photo Wallpainting 2010 Paul Schwer